[Home] Märkische Allgemeine · Sonnabend/Sonntag, 23./24. März 2002 POTSDAMER STADTKURIER [Aktuelles]

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Rettung für marode Marienquelle

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Firma Potsdamer Putzteufel und Caputher Tischlerei Hüller und Lüdecke schieben die Sanierung an
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KARIN MARKERT

   Die Marienquelle an der Templiner Chaussee war die längste Zeit dem Verfall preisgegeben. Für die kurz vor dem Ortseingang Caputh in gotisierendem Stil errichtete Portalfassade aus Ziegelmauerwerk haben sich jetzt Sponsoren gefunden.
   Die Firma Potsdamer Putzteufel und die Caputher Tischlerei Hüller und Lüdecke finanzieren die rund 14 000 Euro teure Sicherung und schieben damit die Sanierung des Bauwerkes an, die 73 000 Euro kostet. ,, Ich denke, dass das Projekt in den nächsten zwei Jahren fertig ist", sagt Putzteufel Chef Matthias Gundel, dem das marode Bauwerk bei seinen Radtouren nach Caputh auffiel und der daraufhin Baudenkmalpfleger Roland Schulze und den Caputher Heiko Hüller ansprach.
   Im Mai soll es mit den Sicherungsmaßnahmen los gehen. Zum Auftakt ist eine kleine Aktion mit Getränken und Würstchen

Der Unternehmer, der bei dem Projekt eng mit dem Forstbetrieb und der Denkmalpflege zusammenarbeitet, will sich auch darum kümmern, dass das Areal um den Bau wieder instandgesetzt und der kleine Teich davor entschlammt wird. Gut vorstellen könnte sich Gundel an der Straße auch eine Haltebox für Pkw, damit die Autofahrer aussteigen und das Baudenkmal in Ruhe betrachten können. Im Zuge der Landesverschönerung hatte Friedrich Wilhelm IV. die Quelle 1855 von Friedrich August Stüler architektonisch fassen lassen. Zunächst war an eine niedrige Mauer mit baldachinbekrönter Brunnenfigur gedacht. Dann entschied sich der tief religiöse König jedoch für eine Nachbildung des Einganges zum Grab der Gottesmutter Maria im Kidrontal östlich von Jerusalem. Das Grab hatte nach der Eroberung durch die Kreuzritter um 1150 eine früh gotische Fassade erhalten.
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[Sponsoren]
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für Kunden und interessierte Bürger geplant, die die Öffentlichkeit auf das abgelegene Bauwerk aufmerksam machen soll.   Auch im Internet werben die Unternehmer für das Projekt. Unter www.marienquelle.de kann sich jeder über Vorhaben und Spendenkonto informieren.
   Die Sanierung erledigt Roland Schulze, der auch die baudenkmalpflegerische Beratung und die Kostenzusammenstellung übernommen hat. Der Sanierungsbedarf ist groß. Besonders problematisch sind die marode Mauerkrone und die Ornamentik.

An der Frontseite gibt es viele defekte Ziegel und desolate Fugen. Bei den vier Sandsteinsäulen lösen sich bereits Kapitelle und Basen auf. Rekonstruiert werden muss auch eine der beiden Rosetten. Der Rückseite haben Vandalismus und zerfrorene Ziegel schwer zugesetzt. ,, Es wäre schön, wenn es hier wieder eine Wildquelle geben würde.", sagt Gundel.

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