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Rettung der Marienquelle

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Posdamer Unternehmer macht sich für die Sanierung stark
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VON YVONNE ZITZMANN

     Die Marienquelle zwischen Potsdam und Caputh soll saniert werden. Der Potsdamer Unternehmer Matthias Gundel hat die Initiative ergriffen und treibt die Wiederherstellung der Portalfassade voran. Insgesamt sind dazu rund 75 000 Euro nötig, die er auch mittels einer Spendenaktion aufbringen will.
     Rund vier Kilometer vom Ortsausgangsschild Potsdam entfernt, auf dem Weg zwischen der Landeshauptstadt und Caputh, liegt in unmittelbarer Nähe zur Templiner Chaussee in einer kleinen Senke die Marienquelle. Ein unscheinbares Schild weist auf die Portalfassade hin, erbaut nach einem Vorbild des Grabes der Maria im Kidrontal in Jerusalem. Noch versperren hohe Brennesseln fast den Blick auf das marode Ziegelmauerwerk mit seiner dreifachen Einrahmung des Spitzbogeneingangs.

Gundels Traum: Durch das Portal soll wieder Wasser fließen. Vermutlich müsse dazu eine künstliche Quelle geschaffen werden. ,,Aber das wissen wir erstm wenn wir die alte Quelle gefunden haben.'' In etwa einem halbem Meter Tiefe wird sie von Gundel vermutet.
     Eine Hinweistafel mit den wichtigsten Eckdaten über die Marienquelle soll in Zukunft die Besucher informieren. Einziges Problem: Die unmittelbar davor auf der Chaussee vorbei rasenden Autos. Deshalb will Matthias Gundel für eine Haltebucht kämpfen. ,,Momentan machen mir jedoch die Grünen einen Strich durch die Rechnung.'' Grund: Das Naturdenkmal liegt innerhalb des ausgewiesenen Landschaftsshutzgebietes Potsdamer Wald- und Havelseengebietes. Doch der 33-Jährige gibt sich kompromissbereit: Er wäre bereits zufrieden, wenn die Holzbegrenzung um einen Meter von der Straße weg verschoben werden würde.

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DER POTSDAMER UNTERNEHMER Matthias Gundel will die verfallene Marienquelle am der Straße nach Caputh restaurieren lassen. Für das rund 73 000 Euro teure Vorhaben sucht er noch Sponsoren. Im Juli sollen die Arbeiten beginnen, in zwei Jahren abgeschlossen sein

     Doch es gibt einen Mann, der das vom Verfall bedrohte Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert retten möchte. ,,Manch einer baut das Fortunaportal auf, mein Budget reicht nur für die Marienquelle,'' scherzt Matthias Gundel, Unternehmer aus Potsdam.
     Auf einer Radtour fiel ihm vor einiger Zeit die ehemalige Wildtränke ins Auge. Gemeinsam mit einem befreudeten Tischlermeister aus Caputh will er nun die Sanierung vorantreiben.
     Um die 73 000 Euro kostet die Sanierung der Portalfassade, auch für Gundel keine kleine Summe. ,,Wir sind auf Spenden angewiesen.''

     Neben der Mauerkrone und der Ornamentik bedürfen auch die vier Säulen einer Sanierung. Manche seien überhaupt nicht mehr zu retten und müssen komplett erneuert werden.,,Der größte Schaden entstand durch Vandalismus,'' so Gundel.
     Erst Sach- und Geldspenden sind bereits eingetroffen. So wird unter anderem das Baugerüst gestellt. Damit können die Sicherungsmaßnahmen ab Juli beginnen: in zwei Jahren soll alles fertig sein. Der Sanierung der Marienquelle sollen die landschaftsplanerischen Arbeiten folgen. Die einstige Wildtränke besteht momentan aus einem verschlammten Teich und viel Wildwuchs.Auch die alte Quelle im westlichen Randbereich ist längst versiegt.


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