| Märkische Allgemeine o Mittwoch, 25 September 2002 | POTSDAMER STADTKURIER/ SEITE 19 | |||||||||||||
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Ein brandenburgisches Kidron |
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Private Aktion zur Denkmalrettung mit
zahlreichen Gästen eingeläutet
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| ILDIKO
RÖD
"Und neues Leben blüht aus den Ruinen." - Eine nicht sehr hohe Fassadenmauer in neugotischem Stil, die unverputzte Wand geschmückt von verwitterten Rosetten und Dekorsäulen, davor ein kleiner Tümpel mit grünem Algenteppich. Ausgerechnet an diesem ziemlich entrückten Ort, der Marienquelle an der Templiner Chaussee zwischen Potsdam und Caputh, traf sich gestern Mittag ein bunt gemischtes Häuflein Menschen: Angefangen vom Potsdamer sowie Schwielowseer Stadt- bzw. Amtsoberen, Jann Jakobs und Bernd Lietz, über zahlreiche Vertreter des Handwerks und der Gastronomie bis zur Vertretern des Rotary Club. |
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Erbaut hatte die Quelleinfassung der Architekt August Stüler für den tief religiösen Friedrich Wilhelm IV. Dessen Auftrag: Ein Bauwerk nach dem Vorbild des Grabes der Maria im Kidrontal bei Jerusalem, das von Kreuzrittern eine frühgotische Fassade erhalten hatte. Um dieses brandenburgische Kidron nun retten zu können, sind Bauarbeiten von etwa achtzehn Monaten Dauer eingeplant: Nach der Sicherung der historischen Substanz und der Wiederherstellung des alten Mauerwerks mit seiner Krone steht schließlich die Erneuerung der Stukkaturen und der Ornamentik auf dem Plan. Und irgendwann, hofft Gundel zukunftsfroh, werde man sogar die inzwischen versiegte Marienquelle wieder entdecken ... |
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Die Marienquelle ist zwar ein romantischer Ort, aber schwer vom Verfall gezeichnet. Gestern begann die Sanierung. |
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Doch die Herrschaften hatten sich nicht nur wegen wogender Baumwipfel und blauem Himmel in die Waldeinsamkeit bemüht, sondern es galt, den "Erweckungskuss" für das schlafende Dornröschen "Marienquelle" zu feiern. Heiko Hüller, Inhaber der Caputher Tischlerei Hüller und Lüdecke, sowie Matthias Gundel, Inhaber der "Potsdamer Putzteufel", haben sich die Rettung des verfallenden Bauwerks auf die Fahnen geschrieben und Kontakte mit diversen Sponsoren geknüpft. |
Beiden war das beinahe gänzlich überwucherte Denkmal von Ausflügen gut bekannt. Vor seinem endgültigen Verfall wollten sie nun das Ihre zur Erhaltung beitragen. "Eins vor zwölf" - so spät sei es schon für die den Beginn der Sanierungsmaßnahmen, erklärt der mit der Ausführung betraute Baudenkmalpfleger Roland Schulze. Anderenfalls würde ein unwiederbringliches Ensemble verloren gehen: Ein einzigartiges Zusammenspiel von Landschaft und Bauwerk - sowohl Einzel- als auch Naturdenkmal. |
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weitere Artikel: - Marienquelle fast fertig (04.11.2003) - Arbeiten an Mareienquelle gestartet (16.8.2003) - ,,Das ganze scheitert nicht mehr'' (25.9.2002) - Beginn der Sanierung (21.8.2002) |
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